Anti-Aging/Beautiful Aging


ALTERUNG UND BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Die Alterung ist ein extrem komplexes Phänomen, bei dem die Faltenbildung nur ein  Sekundärereignis als sichtbare Folge der Ab- und Umbauvorgänge darstellt.

Die erfolgreiche Behandlung störender Falten erfordert deshalb im Idealfall ein ganzheitliches Konzept. Ein Wundermittel, welches alle Teilprobleme gleichzeitig positiv beeinflußt, existiert nicht und wird auch in den kommenden Dekaden nicht verfügbar sein. Beeindruckende Ergebnisse lassen sich dennoch durch die geschickte Kombination der derzeit verfügbaren Methoden erzielen.

Beim Altern der Körperoberfläche stehen die Rückbildung von Fett- und Bindegewebe, Muskulatur sowie des Knochengerüstes, aber auch eine Zunahme der Hautfläche durch Hautneubildung (!!!) im Vordergrund.

Im Einzelnen finden sich folgende Phänomene:

HAUT: Die Haut selbst wächst kontinuierlich schon ab der Embryonalzeit und während des gesamten Lebens (!!!), so daß die Hautfläche im Alter größer ist als in der Jugend. Der zunehmende Hautüberschuß führt zu immer deutlicheren Falten. Bei den immer größer werdenden Falten schiebt sich zunächst die Oberhaut (Epidermis) in die Unterhaut, wobei letztere an diesen "Druckstellen" bis zu 50% ihrer Dicke verliert. Nachfolgend schieben sich beide Hautschichten als Einheit in die darunterliegende Fettschicht.

Die Hautdicke nimmt ab, weil sich Kollagen und elastische Fasern zurückbilden.

Pigmentierung: zunehmende Ungleichmäßigkeit der Pigmentbildung ("Altersflecken")

Lokale Verhornungsstörungen der Oberhaut: Ausbildung von "Alterswarzen" und Vorstufen des "weißen" Hautkrebses.

Abnahme der Stoffwechselaktivität und Durchblutung sowie der Aktivität von Talg- und Schweißdrüsen (→ trockene, rissige Haut).

FETTSCHICHT: Bildet sich langsam zurück (z.B. Handrücken).

HALTEBÄNDER: Rückbildung, nachfolgend Durchbruch von Fett und Muskelanteilen (z.B. "Tränensäcke" im Augenbereich).

MUSKELN: Rückbildung, dabei Dehnung (Längenzunahme) und Tonuszunahme (z.B. "Krähenfüße" und Mundfalten).

KNORPEL: Wachstum (!). Folge: Nase wird länger, Ohrmuscheln größer.

KNOCHEN: Abbau, dadurch Vergrößerung der Augenhöhle, Rückbildung des Kieferknochens (→ Zahnverlust).

Bei jedem Menschen verlaufen die o.g. Prozesse in individuell unterschiedlicher Art und Weise ab. Etwa 30-40% dieser Vorgänge lassen sich durch eine Umstellung der Lebensweise beeinflussen (epigenetische Steuerung). Darüber hinaus lassen sich zahlreiche Veränderungen durch eine Kombination verschiedener Verfahren zumindest vorübergehend beseitigen bzw. deutlich verbessern.

Entscheidend für einen langanhaltenden Therapieerfolg ist ein ganzheitliches Vorgehen einschließlich einer eingehenden Beratung hinsichtlich der Lebensführung.

 

MUNDWINKELKORREKTUR

Das Mittelgesicht spielt eine entscheidende Rolle in der Wahrnehmung von Jugendlichkeit und Schönheit. Im Rahmen des Alterungsprozesses kommt es durch Fett-, Muskel-  und Bindegewebsrückbildung, Zunahme der Hautoberfläche und Einfluß der Schwerkraft zu einem merklichen Absinken der inneren Wangenregionen, der Oberlippe und der Mundwinkel.  Die Mundregion hat hierbei eine herausragende Bedeutung nicht nur als Ausdrucksinstrument des Gemütszustandes, sondern auch als intimes Kontaktorgan (z.B. Küssen!) und sichtbarer Ausdruck von Erotik! Während beim älteren Menschen eine abgesunkene Oberlippe die Zähne des Oberkiefers verdeckt, verleihen hängende Mundwinkel ihrem Träger einen depressiv-traurig-verbitterten Ausdruck. Durch alleinige Anhebung der Mundwinkel erlangt das Gesicht schlagartig erneut eine jugendlichere und freundlichere Ausstrahlung. Ergänzend kann die Oberlippe geliftet sowie beide Lippen wie auch Lippen- und Mundwinkelfalten mit Fillern etwas aufgefüllt  und somit geglättet werden.

Das klassische Facelift kann das Mittelgesicht und die Mundregion nur unzureichend oder gar nicht anheben uns ist somit nur im seitlichen Wangenbereich optimal wirksam. Aber auch wenn ein Gesicht seitlich gestrafft wird, so wirkt es nach wie vor alt, wenn die altersbedingten Veränderungen der Mundregion (hängende Mundwinkel, abgesunkene, atrophische und faltige Lippen) nicht ausreichend mitbehandelt werden.

Methoden zum Mundwinkel-Lift

1. Operative Anhebung durch Herausschneiden kleiner Haut-Dreiecke und feine Hautnaht.

Vorteil: langjähriger Effekt; in den allermeisten Fällen sehr unauffällige Narben.

Nachteile und Komplikationsmöglichkeiten:

Nahtmaterial muß mehrere Tage belassen werden; feine Närbchen; erfordert viel Erfahrung und sehr präzise Nahttechnik.

 

2. Anhebung durch Augmentation mit Hyaluronsäurepräparaten

Vorteil: Sofortwirkung; kein Verband erforderlich.

Nachteil: bei insuffizienter Spritztechnik Entzündungen und sichtbare Knoten;

               Verschiebung des eingespritzten Materials durch Mundbewegungen.

 

3. Lähmung /Schwächung des M. depressor anguli oris mit Botulinumtoxin A (BTX-A).

Gefahr: unerwünschte Diffusion von BTX-A in den M. orbicularis oris und M. depressor labii inferiores, dadurch Beeinträchtigung des Mundschlusses und Asymmetrie der Unterlippe.

 

© Dr. Konstantinow 2015